{"id":92,"date":"2017-04-10T01:47:18","date_gmt":"2017-04-09T23:47:18","guid":{"rendered":"http:\/\/schuleunterstrom.de\/?p=92"},"modified":"2020-11-07T17:43:53","modified_gmt":"2020-11-07T16:43:53","slug":"erfahrungsbericht-zur-einfuehrung-von-ikt-an-einer-deutschen-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schuleunterstrom.de\/index.php\/2017\/04\/10\/erfahrungsbericht-zur-einfuehrung-von-ikt-an-einer-deutschen-schule\/","title":{"rendered":"Erfahrungsbericht zur Einf\u00fchrung von IKT an einer deutschen Schule"},"content":{"rendered":"<p>Die Einf\u00fchrung von IKT an der Schule haben wir in zwei Schritten umgesetzt. Zun\u00e4chst wurden die technischen Rahmenbedingungen geschaffen, um dann durch Informationsveranstaltungen, Workshops und andere \u201eWeiterbildungsangebote\u201c einen Wissenstransfer anzuregen.<\/p>\n<h4>Techniktransfer<\/h4>\n<p>Aller Anfang ist Technik. Die Installation von IKT ist von vielerlei Rahmenbedingungen abh\u00e4ngig und stets individuell zu l\u00f6sen. Die Nachbarschaftsschule verf\u00fcgte bereits \u00fcber eine gute Glasfaserverkabelung der einzelnen R\u00e4ume und \u00fcber einen Schulserver. Theoretisch reichte die Integration eines Access-Points ins Schulnetz aus, um die Lernareale mit WLAN zu versorgen. Praktisch handelte es sich dabei um einen Prozess mehrerer Wochen, in den sowohl die Schulleitung, der Schulnetzbetreuer und ein externer IT-Betreuer involviert waren. Ebenso wurden Fragen zum Kinder- und Jugendschutz, zur Stromversorgung der Ger\u00e4te, deren Transport und Support u. \u00e4. gekl\u00e4rt. Dabei zeigte sich mehr und mehr, dass die Integration von IKT anfangs vor allem viel Schulentwicklungsarbeit erforderte, deren Nutzen nicht unmittelbar absehbar war.<\/p>\n<p>Mit Projektstart konnten 28 Tablets dauerhaft an die Partnerschule verliehen werden. Alle SuS erhielten ein Ger\u00e4t und ihren Account zur individuellen Nutzung im Unterricht. Die Ger\u00e4te verblieben an der Schule, um eine Mehrfachnutzung durch verschiedene Klassen zu erm\u00f6glichen. Die Lehrerin erhielt dauerhaft ein Ger\u00e4t, um&nbsp; den Unterricht vorbereiten und bestimmte Szenarien erproben zu k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus wurde ein Beamer zur Verf\u00fcgung gestellt, um die Projektarbeiten auch mit den Tablets pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen. Damit konnten viele \u00e4u\u00dfere Barrieren (Ertmer, 1999) f\u00fcr den Einsatz von IKT \u00fcberwunden werden. Die Ger\u00e4te waren instant-on, im gesamten Lernareal mit dem Internet verbunden und von den SuS dauerhaft personalisierbar. Konnten bislang Lernmedien nur \u00fcber die Klassen- und Schulbibliothek abgerufen werden, erweiterten sich nun die Zugriffsm\u00f6glichkeiten durch den Einsatz von IKT (Sofos &amp; Kron, 2010).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Techniktransfer den Unterricht mit IKT im Rahmen des Projekts \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glichte, blieb der Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Akteuren wichtiger Bestandteil der gemeinsamen Arbeit.<\/p>\n<h4>Wissenstransfer<\/h4>\n<p>Ein medienp\u00e4dagogisches Tandem zwischen der Lehrerin und einem Mitarbeiter der Universit\u00e4t wurde gebildet, indem das Wissen um die grundst\u00e4ndigen Einsatzm\u00f6glichkeiten von IKT geteilt wurde. Es konnten zum Beispiel einige M\u00f6glichkeiten von IKT, wie das Erstellen von Explanitys, die Produktion von Audio- und Videomaterial, Grundlagen zum Einsatz eines LMS, begleitend in Form eines Blended Learning Online Kurses, vermittelt, sowie Fragen des Urheber-\/ Lizenzrechtes und des Datenschutzes und der Datensicherheit ausgiebig besprochen werden.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang erwiesen sich der p\u00e4dagogisch-technische Austausch zwischen Lehrerin und Projektbetreuer sowie die Reflexion als besonders wertvoll. Gemeinsam konnten p\u00e4dagogische Ideen und Konzepte entwickelt, erprobt und analysiert werden. Das LMS-eigene Feedbacktool wurde z.B. so angepasst, dass die SuS mit diesem Tool sowohl Vortr\u00e4ge einsch\u00e4tzen, als auch die wichtigsten Inhalte sichern konnten. Das Tool wurde schnell zum Standard in den Pr\u00e4sentationsphasen des Projektunterrichts und je nach Bedarf immer wieder neu justiert.<\/p>\n<h4>Unterst\u00fctzung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<\/h4>\n<p>Die SuS bed\u00fcrfen der Unterst\u00fctzung im Umgang mit neuen Medien. Die landl\u00e4ufige Annahme, dass junge Menschen \u201edigital natives\u201c seien und automatisch mit IKT umgehen k\u00f6nnen, wurde u.a. eindr\u00fccklich von Schulmeister widerlegt (Schulmeister, 2012), was wir nach der Arbeit im Projekt nur bekr\u00e4ftigen k\u00f6nnen. Daher fanden anlassbezogen einzelne kurze Workshops mit den SuS statt. Diese beinhalteten u.a. die effektive Suche mit verschiedenen Suchmaschinen, wie z.B. duckduckgo.com, fragfinn.de, die Benutzung von Office- und Pr\u00e4sentations-Software, Shortcuts und Grundlagen des Urheber- und Lizenzrechtes. Die Inhalte ergaben sich vor allem aus den Fragen der SuS w\u00e4hrend der Unterrichtszeit. Die direkte Einbettung des \u201eMedienlernens\u201c in die kontextbezogene Sch\u00fclerarbeit erwies sich als probates Mittel der Aneignung handlungssicheren Wissens f\u00fcr das Navigieren im virtuellen Lernraum.<\/p>\n<h4>Unterst\u00fctzung der Eltern<\/h4>\n<p>Zu Beginn des Projektes gab es einige Eltern, die sehr verunsichert waren und z.T. dem Versuch auch ablehnend gegen\u00fcber standen. Es wurden viele Bedenken, wie z.B. der Verlust der Handschrift, Einsamkeit vor dem Bildschirm, das \u201eVerplempern\u201c von Lernzeit durch Spiele ge\u00e4u\u00dfert. Um den Eltern einen besseren Einblick zu geben, erhielten sie im Rahmen eines Elternabends die Login-Daten ihrer Kinder f\u00fcr das LMS und zudem die Gelegenheit, selbst einmal die Ger\u00e4te und die Arbeit damit kennen zu lernen. Die \u00c4ngste konnten durch eine zielgerichtete Kommunikation zwischen Eltern \u2013 SuS \u2013 Lehrerin \u2013 Projektbetreuer im Projektverlauf zunehmend abgebaut werden.<\/p>\n<p>Nachdem die Rahmenbedingungen in Bezug auf Technik und Know- How geschaffen worden waren, konnte der digitalisierte&nbsp;Projektunterricht beginnen.<\/p>\n<h4>Projektunterricht mit IKT<\/h4>\n<p>Wie \u00fcblich startete ein Thema im Projektunterricht mit einem Einstiegsimpuls, wie z.B. einem Experiment, einer Beobachtung oder Beschreibung aus dem Alltag und einer Motivationsphase, in der das Thema vorgestellt wurde. Dazu konnte der begleitende Kurs im LMS genutzt werden, da seine nachvollziehbare Struktur und \u00dcbersichtlichkeit den SuS Sicherheit und Orientierung innerhalb des Themenfeldes gab, aber auch Raum zum Entdecken lie\u00df.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-97 aligncenter\" src=\"https:\/\/schuleunterstrom.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_1337-300x253.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/schuleunterstrom.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_1337-300x253.jpg 300w, https:\/\/schuleunterstrom.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_1337-768x648.jpg 768w, https:\/\/schuleunterstrom.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_1337-1024x863.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Die SuS hatten bereits erste Fragen an das Thema oder Hypothesen ausgetauscht und fanden ihr Spezialthema. Dabei haben sie sich die SuS z.B. im Projekt zum Thema Griechenland zun\u00e4chst als griechische Personen verkleidet und sich in die Rolle eines Hausdieners, B\u00fcrgers, oder Bauern in Griechenland versetzt. Schon beim Verkleiden tauchten Fragen zum Alltag im alten Griechenland auf, bei welchen die Tablets f\u00fcr eine schnelle Recherche sowie f\u00fcr Fotografien genutzt wurden. Mit den dabei entstandenen Bildern konnten die Pr\u00e4sentationen gestaltet werden. Bemerkenswert bei der Techniknutzung ist hier, dass die SuS \u201einstant-in the field\u201c waren, da sie sofort auf unterschiedliche Materialien zugreifen konnten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-98 aligncenter\" src=\"https:\/\/schuleunterstrom.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_1338-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schuleunterstrom.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_1338-225x300.jpg 225w, https:\/\/schuleunterstrom.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_1338-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Neben den spezifischen Projektthemen gab es begleitend auch verpflichtende Kurse im LMS. So wurde zum Beispiel zum Thema Wirbeltiere ein Kurs mit einer kompletten Material- und \u00dcbungssammlung zur Verf\u00fcgung gestellt, der individuell durchlaufen werden konnte. Die dauerhafte Verf\u00fcgbarkeit des Materials erm\u00f6glichte den SuS die Arbeit in ihrem eigenen Tempo und war zu jeder Zeit und an jedem Ort gleicherma\u00dfen verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>IKT erg\u00e4nzten die \u00fcblichen Pr\u00e4sentationsformen um selbst gedrehte Filme, Powerpoints oder Fotodokumentationen. So hat eine Gruppe von SuS zum Beispiel beim Physikprojekt \u201eLicht und Schatten\u201c ein Experteninterview zum Thema Schattenspiel gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Dabei warf ein Sch\u00fcler den Schatten mit seiner Hand und einer Taschenlampe an die Tafel, eine Sch\u00fclerin stellte dem Schatten Fragen zu sich selbst und die dritte Sch\u00fclerin spiegelte die Informationen und fasste diese in einer Pr\u00e4sentation zusammen.<\/p>\n<p>Mit den IKT erhielten die SuS ein multimediales Werkzeug zur Themenfindung, Erarbeitung und Pr\u00e4sentation der Arbeitsergebnisse im Projekt. Damit erwarben die SuS F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten, Medien nicht nur passiv zu konsumieren, sondern aktiv zu gestalten.<\/p>\n<p>Diese M\u00f6glichkeiten von IKT im Projektunterricht konnten w\u00e4hrend der Begleitung durch die Universit\u00e4t beobachtet werden und sollen im Folgenden aus Sch\u00fcler- und Lehrersicht evaluiert werden.<\/p>\n<h4>Zur Evaluation des Unterrichts mit IKT<\/h4>\n<p>In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden verfassten die SuS Eintr\u00e4ge in ein \u201eTablet-Tagebuch\u201c, aus denen im Folgenden kurz die Sch\u00fclersicht auf den Projektunterricht mit IKT zusammengefasst werden soll.<\/p>\n<p>\u201e<em>Spa\u00df<\/em>\u201c (Tagbebuch 21-4), <em>\u201eFreude\u201c<\/em> (TB 5-1) und eine positive Grundstimmung werden in allen Tageb\u00fcchern deutlich und ziehen sich durch das gesamte zweite Halbjahr. Die \u00d6ffnung des Lernraumes wird dabei als <em>\u201eimmer wieder spannend, wenn wir etwas hochladen sollen oder nach einem bestimmten Thema recherchieren<\/em>\u201c (TB 21-4) beschrieben. Lisa \u00e4u\u00dfert am Ende des ersten Projektes zum Thema Licht und Schatten: \u201e<em>das ist die coolste Woche gewesen, die ich in diesem Schuljahr hatte.<\/em>\u201c (TB 12-1) Diese Motivation beruht zum einen darauf, dass \u201e<em>alle in ihrem Tempo arbeiten k\u00f6nnen [und] das Videos zur Verf\u00fcgung stehen\u201c <\/em>(TB 5-1), als auch auf den neuen M\u00f6glichkeiten der Produktion von Medien, die die SuS nun haben, z.B. <em>\u201ehaben [wir] unsere M\u00e4rchenaufnahmen in Filme umgewandelt und das hat vielleicht mal Spa\u00df gemacht\u201c. <\/em>(TB 12-1)<\/p>\n<p>Bereits nach einem Monat erkennen die SuS die Vorteile, dass man \u201e<em>auch bequem von zu Hause lernen\u201c <\/em>kann (TB 3-1), \u201e<em>zum Lesen und \u00dcben die Pr\u00e4sentationen [der anderen SuS] ge\u00f6ffnet und Wissenswertes in den Feedbacks gelesen\u201c <\/em>(TB 16-4) und dass man neben Plakaten, Modellen, Filmen \u201e<em>viele andere Varianten, z.B.: Eine [Audio] Aufnahme, oder aus dem Internet Fotos, oder selbst gemachte Fotos\u201c<\/em> (TB 9-1) f\u00fcr die eigene Pr\u00e4sentation nutzen kann. F\u00fcr viele SuS war es nach acht Wochen <em>\u201ev\u00f6llig normal, dass wir Tablets bekommen haben\u201c <\/em>(TB 12-1) und im Unterricht einsetzten.<\/p>\n<p>Andererseits erkennen die SuS sehr schnell, dass Technik nicht automatisch besser ist, da die Hand in bestimmten Situationen effektiver ist:<\/p>\n<p><em>\u201eAm Mittwoch haben wir das erste Mal am Wochenplan gearbeitet. Wir sollten n\u00e4mlich \u201eSterntaler\u201c markieren. Das war ziemlich anstrengend. Mit der Hand w\u00e4re es bestimmt schneller gegangen\u201c, <\/em>so Julia. (TB 9-1) <em>\u201eLeider hat alles nicht so gut geklappt, wie es eigentlich sollte\u201c<\/em>, meint zudem Lisa (TB 12-1).<\/p>\n<p>Im Laufe der Arbeit mit den Tablets bleiben auch Datenverluste, Computer- und Programmabst\u00fcrze nicht aus. Diese werden von den SuS aber nicht als dramatisch empfunden, sondern es wird eher beil\u00e4ufig dar\u00fcber berichtet:<\/p>\n<p><em>\u201eWir haben die Szenen aufgebaut und mit meinem Tablet dann die Fotos geschossen. Zwischendurch haben wir ein Filmprogramm genutzt, um zu sehen wie eine Szene aussah. Das Filmprogramm hei\u00dft \u201eMovie edit touch\u201c, aber es kann nur sehr wenige Bilder laden, dann st\u00fcrzt es ab.\u201c <\/em>(TB 16-4)<\/p>\n<p>Diese Erfahrungen tragen dazu bei, dass f\u00fcr die SuS das Tablet ein Medium unter vielen im Projektunterricht ist, welches sie zwar <em>\u201eimmer gern [\u2026] zur Verf\u00fcgung haben wollen\u201c <\/em>(TB 9-1), aber nicht zwingend einsetzen m\u00fcssen. Je l\u00e4nger die SuS den Projektunterricht mit IKT gestalten, desto \u201enormaler\u201c wird der Umgang f\u00fcr sie. Dies zeigt sich besonders in den Tageb\u00fcchern der SuS. W\u00e4hrend Beschreibungen, wie sie etwas mit IKT gemacht haben abnehmen, beziehen sie sich immer h\u00e4ufiger auf Inhalte, die sie im Projekt entdeckt haben.<\/p>\n<h4>Fazit und Ausblick<\/h4>\n<p>Ausschlaggebend f\u00fcr die Integration von IKT im Unterricht war die Vertrautheit der SuS mit der Projektmethode an unserer Kooperationsschule. Sie waren es bereits gewohnt, selbstst\u00e4ndig mit gro\u00dfem Gestaltungsspielraum umzugehen und konnten die digitalen Werkzeuge zielgerichtet, effektiv und flexibel einsetzen. Besch\u00e4ftigten sie sich zu Beginn noch recht stark mit dem Technikeinsatz im Unterricht, reflektieren sie schon bald wieder haupts\u00e4chlich die eigentlichen Unterrichtsinhalte.<\/p>\n<p>Zentral hat sich die Bereitstellung des LMS erwiesen. Dieses war h\u00e4ufig Start- und Endpunkt der Projektunterrichtsstunden, \u201emultimediales Materiallager\u201c, Ergebnissammlung und Hilfsmittel f\u00fcr die Organisation des Projektunterrichts. Zudem stellte es eine zunehmend wichtigere Verbindung von Schule und Elternhaus dar. Die SuS nutzen es nicht nur w\u00e4hrend der Unterrichtszeit intensiv, sondern auch nachmittags, in den Ferien oder wenn sie krankheitsbedingt nicht am Unterricht teilnehmen konnten.<\/p>\n<p>Eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr die erfolgreiche Arbeit mit den Tablets war das p\u00e4dagogische Tandem, das sowohl bei technischen Problemen, als auch bei p\u00e4dagogischen Fragestellungen gemeinsam L\u00f6sungen fand. Dieses Tandem ist das Alleinstellungsmerkmal des Projekts und hat sich als au\u00dferordentlich tragf\u00e4hig f\u00fcr die Integration von IKT in den Unterricht erwiesen. Es ist eben nicht damit getan, die Lehrerinnen und Lehrer mit Technik auszustatten und extern zu technischen Fragen zu schulen, sondern es bedarf einer stetigen Kooperation w\u00e4hrend der Implementierungsphase. Ist der Technik- und Wissenstransfer gelungen, vernetzen sich die engagierten Lehrerinnen und Lehrer, die mit IKT arbeiten, untereinander und entwickeln und gestalten eigene Ideen und Konzepte zur IKT Integration. Sie werden somit Multiplikatoren in ihrer eigenen Schule, zum Beispiel konnte&nbsp;die Klassenlehrerin der Versuchsklasse&nbsp;die Mathematik- und Englischlehrerinnen ihrer Klasse motivieren und bef\u00e4higen, ihrerseits Tablets und LMS zielgerichtet in ihrem Unterricht zu nutzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-94 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/schuleunterstrom.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Bild2-150x150.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\">Ebenso agierten die SuS selbst als Multiplikatoren. Schnell erkannten sie das Potenzial von Tablets f\u00fcr ihre Form des Lernens und forderten dieses &#8222;Werkzeug&#8220; auch in Stunden anderer LehrerInnen ein. Als praktisch erwies sich daf\u00fcr die Einf\u00fchrung der &#8222;Tablet Helfer&#8220;.<\/p>\n<p>Nach bestandener Pr\u00fcfung, incl. der \u00dcberreichung von Badges in Gold, Silber, und Bronze, erwarben die SuS das Privileg die Tablets eigenverantwortlich in anderen Stunden einzusetzen. Dazu geh\u00f6rte der Transport in den jeweiligen Raum und zur\u00fcck, die Bereitstellung des Wlans durch Anschluss der Fritzbox und das Erkl\u00e4ren der genutzten Werkzeuge den unterrichtenden LehrerInnen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Aller Anfang ist Technik. Das greift zu kurz, wie wir im Rahmen des Projektes festgestellt haben. P\u00e4dagogik und Technik m\u00fcssen Hand in Hand gehen, um ein nachhaltiges Konzept zur Integration von IKT in den Unterricht zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einf\u00fchrung von IKT an der Schule haben wir in zwei Schritten umgesetzt. Zun\u00e4chst wurden die technischen Rahmenbedingungen geschaffen, um dann durch Informationsveranstaltungen, Workshops und andere \u201eWeiterbildungsangebote\u201c einen Wissenstransfer anzuregen. Techniktransfer Aller Anfang ist Technik. Die Installation von IKT ist von vielerlei Rahmenbedingungen abh\u00e4ngig und stets individuell zu l\u00f6sen. Die Nachbarschaftsschule verf\u00fcgte bereits \u00fcber eine [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":94,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"cybocfi_hide_featured_image":"yes","footnotes":""},"categories":[4,5,8],"tags":[20,19,18],"class_list":["post-92","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-hardware","category-software","category-tippstricks","tag-ikt","tag-schule","tag-tablets"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schuleunterstrom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schuleunterstrom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schuleunterstrom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schuleunterstrom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schuleunterstrom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/schuleunterstrom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":245,"href":"https:\/\/schuleunterstrom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92\/revisions\/245"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schuleunterstrom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schuleunterstrom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schuleunterstrom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schuleunterstrom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}